Burma Action Fazit

Veröffentlicht am October 5, 2007
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…oh je, der Robert ist aber unnötigerweise ziemlich selbstkritisch mit seiner Aktion Free Burma. In seinem Post Burma Action: Zwischenfazit II hat er Bilanz gezogen.

Genauso wie Robert habe ich in den letzten Tagen ein paar interessante Beobachtungen gemacht.

Zum einen sind Blogs von Menschen gemacht (ach was!?) und spiegeln damit die üblichen politischen / sozialen Situationen des realen Lebens weltweit wieder.

Offensichtlich hat sich kein “A-Blogger” in den USA für die Aktion interessiert, was für einige Blogger in EU / D eine ziemliche Enttäuschung ist. Mich wundert das allerdings nicht. Genauso wie im realen Leben sind die Amerikaner an Geschehnissen außerhalb Amerikas bekanntermaßen nicht immer sonderlich interessiert. Ich vermute, dass die Aktion “Free Burma” so viel aufsehen erregt hat, wie ein umgekippter Sack Kartoffeln in Sibirien. Viele Amerikaner finden nicht einmal Deutschland auf dem Atlas, geschweige denn Burma.

„Dennoch verfolgen einige dieses Ziel aktuell, ich bin heilfroh, dass unsere Aktion nicht in diese Richtung abgeglitten ist, es wäre nicht zu verantworten gewesen, mit Schicksalen anderer Menschen zu spielen. Denn, obwohl es eine Netzaktion war und ist, heißt das nicht, dass es keine realen Auswirkungen hat. Man trägt verdammt nochmal Verantwortung, ob man das nun will oder nicht. So haben wir es anscheinend geschafft, keinen chinesichen Blogger in einem Moment der Unüberlegtheit zu verleiten, dass er doch bitte über Burma schreiben möge, denn annahmegemäß kommt das nicht gut bei den Herren von China. Das ist eben der Bestandteil einer solch globalen Aktion, man muss höllisch aufpassen, welche kleinen Steine man wo ins Rollen bringt womöglich. Ich hatte für meinen Teil richtiggehend Schiss, das wir irgendeine Scheiße bauen, die wir alle noch lange bereuen würden.“

Was diesen „Lawinen-Effekt“ betrifft, so war mir übrigens auch etwas mulmig, bei meinem Beitrag. Ich habe 3 Tage bis spät in die Nacht überlegt. Nun steht es da und dank Mutter Google vermutlich bis in alle Ewigkeit und jeder kann es weltweit lesen. Ich brauche wohl nicht viel herum zu erzählen, wie einfach es ist, heute jemandem auf „den Fuß zu treten“, ganz gleich ob das berechtigt ist oder nicht. Die, die „den Ton“ angeben sagen, was Wahrheit ist und was nicht. Dafür rollen weltweit Köpfe, nicht nur in Burma.

Was mich aber am meisten genervt hat, sind die linksdrehenden Milchsäure-Blogs, die das herausgreifen eines Konflikts von so vielen auf der Welt, als Heuchlerei empfinden. Auch wenn vielleicht jemand nur „aus Versehen“ Burma heraus pickt um die Menschen darauf hinzuweisen, so ist daran doch nichts Schlechtes an sich! Mit einem Blog kann man schnell auf sich und seine „Interessen“ aufmerksam machen. Nur zu, dass kann jeder. Aber diese Default-Haltung „Wir sind dagegen“, wir schauen dann mal wogegen, nervt.

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